Close-Up vs. Totale

Ein Close-up schlägt jede Totale. 

Das habe ich im Videoschnitt gelernt.

In der Totalen sieht das Publikum alles, aber es fühlt nichts. Und trotzdem kommunizieren genau so viele Führungskräfte.

Oft bewegen sich Experten und Leader hoch oben auf der „Abstraktionsleiter“. Sie sprechen aus der Totalen über:

„Strategische Neuausrichtung“.

„Interdisziplinäre Synergieeffekte“.

„Ganzheitliche Lösungsansätze“.

Nur: Abstraktion schafft Distanz und erzeugt keine Wirkung. Dein Publikum sieht keine Bilder und fühlt nichts. Das Arbeitsgedächtnis wird belastet, die Aufmerksamkeit sinkt.

Deshalb: Zoome hinein. Mach aus der Totalen eine Nahaufnahme. Nutze Bilder statt Buzzwords. Erzähle Geschichten von Einzelnen statt Konzepte über Viele.

Aber Achtung: Nur Close-Ups machen noch lange keinen guten TV-Beitrag. Und Geschichten allein keine überzeugende Rede. 

Ein Beispiel bleibt nur ein Beispiel, wenn du es nicht einordnest. Eine Geschichte ist bloss Unterhaltung, wenn sie nicht für etwas steht.

Erst wenn du wieder rauszoomst, entsteht Bedeutung. Wir brauchen die Totale um einzuordnen. Damit sich unser Publikum orientieren kann. Das ist die Kraft der Abstraktionsleiter, die ich in meinen Kommunikationskursen oft verwende.

Wenn du willst, dass deine Botschaft wirkt:

Zoome rein, um zu berühren.

Zoome raus, um zu orientieren.

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Speaker-Superpower: Struktur