Deine Vorbereitung verrät mehr über dich, als du denkst. 

Manche planen jede Minute. Andere nicht mal den ersten Satz. Die einen brauchen Stunden fürs erste Slide, andere überlassen der KI das komplette Design.

Ich halte nicht viel von Schubladen. Aber in den Auftrittstrainings fällt mir immer wieder auf, dass sich die Themen zwar ändern, die Muster bei der Vorbereitung aber gleichen.

Deshalb: 7 Fragen, 6 Präsentationstypen.

Der Perfektionist - Du bist souverän, solange du weisst, was du tust. Fehlt die Zeit für eine gründliche Vorbereitung, steigt die Nervosität. Und ich weiss aus eigener Erfahrung: Das Aufschieben der Vorbereitung ist ein äusserst kreativer Umgang mit dem eigenen Perfektionismus.

Der Spontanredner - Du glaubst dann am besten zu sein, wenn die Vorbereitung möglichst knapp war. Schliesslich kennst du das Thema in- und auswendig und hast den Dreh noch immer gefunden. Die Denkarbeit lagerst du einfach ans Publikum aus. 

Die Storytellerin - Dein Publikum soll nicht nur informiert, sondern unterhalten werden. Geschichten sind dein bevorzugtes Werkzeug. Dass der fachliche Tiefgang manchmal fehlt, nimmst du in Kauf. Hauptsache, deine Keynote bleibt als Erlebnis in Erinnerung. 

Der Strukturierte - Drei Themen, je drei Unterpunkte, zu jedem drei Bulletpoints. Das ist dein Erfolgsrezept. Was nicht ins Raster passt, wird gestrichen. Spontane Exkurse oder emotionale Ausflüge? Eher nicht.

Der Folienheld - Nie ohne deine Slides. Sie geben deiner Präsentation Struktur und helfen dir, die Inhalte nicht zu vergessen. Du investierst viel ins richtige Design. Schliesslich soll dein Auftritt auch ein visuelles Statement sein.

Der KI-Enthusiast - Du bringst die Idee, die KI den Rest. ChatGPT entwirft die Botschaft, Claude findet die richtige Struktur, Gemini die passenden Geschichten und Beautiful.ai gestaltet die Slides. Alles perfekt durchdacht und poliert. Bleibt nur eine Frage: Wie heisst das KI-Tool, das diese Keynote hält?

Der beste Auftritt gehört keinem dieser Typen. Wie beim Fondue macht es die Mischung. 

Wo erkennst du dich wieder? 

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Warum Menschen nicht zuhören